Aktuell

EMAS Logo

Uni feiert zwei Jahrzehnte erfolgreicher Umweltschutz-Arbeit

20 Jahre erfolgreiche Arbeit – das ist immer ein Grund für einen Rückblick auf Geleistetes. Und weil der Umweltausschuss der Universität Bremen seit zwei Jahrzehnten besteht und etliche beeindruckende Projekte realisiert hat, trafen sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter von Universität, Politik und Verwaltung zu einer Feierstunde.

Ihr Anliegen: das 20-jährige Bestehen des Gremiums zu würdigen und noch einmal an die wichtigsten Meilensteine zu erinnern, die der Umweltausschuss erreicht hat.

1995 forderten Studierende der Bremer Uni die Leitung auf, die Umweltbelastungen durch ihre eigene Hochschule aufzulisten. Und sie regten an, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie und wo Ressourcen eingespart werden können. Beim damaligen Kanzler Gerd-Rüdiger Kück – bei der Feierstunde in seiner heutigen Funktion als Wissenschafts-Staatsrat anwesend – stießen die umweltbewussten Studierenden auf offene Ohren. Der Chemieprofessor Bernd Jastorff wurde zum Umweltbeauftragten der Uni Bremen ernannt; er wiederum rief den Umweltausschuss ins Leben, dem neben dem AStA Experten aus vielen Dezernaten sowie zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni angehörten.


Vom Umweltbericht zum Housing Center

Die Erfolge können sich blicken lassen: Erster Umweltbericht 1997, erste Zertifizierung nach dem Umweltmanagementsystem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) 2004 – und seither alle drei Jahre: Im Rahmen der Feierstunde erhielt die Universität erneut aktuelle ihre EMAS-Auszeichnung. Umwelttage wurden durchgeführt, Energiesparkampagnen organisiert, ein betriebliches Mobilitätsmanagement aufgebaut. 2011 wurde eine Solargenossenschaft von Mitarbeitern für Mitarbeiter gegründet, 2014 das Green IT Housing Center eröffnet – um nur einige Aktivitäten des Umweltausschusses zu nennen.


Umweltsenator: Nicht billig bauen, sondern umweltbewusst

Bremens Umweltsenators Joachim Lohse lobte das Engagement des Umweltausschusses mit seinen vielfältigen Innovationen als Vorbild im Land Bremen. Seine Anregung: Bei den Neubauten, die zukünftig an der Universität gebaut entstehen werden, soll der Blick nicht mehr vorrangig auf niedrigen kurzfristigen Kosten liegen. Stattdessen soll die Langfrist-Perspektive mehr in den Fokus rücken: Welche Emissionen gehen von einem Gebäude aus, und wie können diese für einen noch besseren Klimaschutz minimiert werden?


Mitarbeiter beim Umweltschutz sehr engagiert

Kanzler Martin Mehrtens betonte das hohe Engagement der Universitätsmitarbeiter beim Umweltschutz. Das aufgebaute Umweltmanagement sei mittlerweile sehr systematisch und damit auf vielen Ebenen hilfreich. Um die Betriebskosten der Universität zu senken und somit mehr Finanzmittel für Forschung und Lehre zur Verfügung zu haben, soll bei Sanierungen künftig noch stärker auf ein neues Modell gesetzt werden. Dabei werden die ausführenden Firmen an den erzielten Energieeinsparungen beteiligt bzw. aus diesen bezahlt.

Das Umweltmanagementsystem der Universität: www.ums.uni-bremen.de

Übergabe der EMAs-Urkunde
© Harald Rehling/Uni Bremen Pressestelle
Übergabe der EMAS-Registrierungsurkunde. Von links: Kanzler Martin Mehrtens, Dr. Doris Sövegjarto-Wigbers (UFT), Dr. Frank Thoss (Handelskammer Bremen), Professor Jorg Thöming (Umweltbeauftragter der Uni), Baudezernent Hans-Joachim Orlok

Vortrag Dr. J. Lohse
© Harald Rehling/Uni Bremen Pressestelle
Bremens Umweltsenator Dr. Joachim Lohse lobte das Engagement des Umweltausschusses mit seinen vielfältigen Innovationen als Vorbild im Land Bremen.

Vortrag Prof. A. Bassen
© Harald Rehling/Uni Bremen Pressestelle
Vortrag von Professor Alexander Bassen (Universität Hamburg, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung)

« zurück